Keine zwei Tage in China und schon mit einem Bein im Knast

Alles lief perfekt: Dirk und Michael trafen pünktlich in Almaty ein, die Fahrräder kamen mit dem gleichen Flug, der Grenzübergang nach China verlief unerwartet harmonisch mit Foto-Shooting der Grenzbeamten; auch wir durften unsere Kameras auspacken. Doch 30 Kilometer hinter Yining dann das Aus: Ein Polizei-Auto hält neben uns. Passkontrolle. Eine Stunde warten, bis zwei weitere Polizei-Busse eintreffen. Wieder Passkontrolle. Fotos, Filme – von uns, unseren Pässen und Visa. Man verdächtigt uns der Spionage. Von nun an stehen wir auf einer „schwarzen Liste“, wir müssen uns ab sofort jede Nacht in einem Hotel aufhalten, registrieren. Zelten verboten, Filmen ebenfalls. Und die Verlängerung unserer Visa, die bis dato nur 30 Tage gelten, praktisch unmöglich.

(nach einer Aufzeichnung von Annette Kniffler)

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